Ein Kieler Segler-Duo, viele Helfer und ein Ziel: Olympia 2020

Schmidt Boehme Racing Santander

© Uwe Paesler

Die beiden Kieler Segler Justus Schmidt und Max Boehme haben ein großes Ziel: die Olympischen Spiele in Tokio 2020. Doch der Weg dorthin ist weit und steinig. Bereits in 2016 hatten die beiden 49er-Segler alles gegeben und verpassten die Qualifikation für die Spiele in Rio nur knapp. Das sollte es aber noch nicht gewesen sein. „Wir wollen noch mal angreifen und sind sicher, dass wir 2020 in Tokio dabei sein werden“, sagt Boehme.

Dass das sportliche Potential und der Ehrgeiz stimmen, bewies das Team bei der 49er Weltmeisterschaft in Portugal: Trotz unverschuldeten Kenterns und nur wenig Vorbereitungszeit retteten die beiden Kieler sich auf einen stabilen 5. Platz und verpassten nur knapp die Bronzemedaille. Hier ist noch viel Luft nach oben, da sind Justus und Max sich sicher. Nun starten sie selbstbewusst in die Qualifikationsphase für Tokio 2020.


Schmidt Boehme Racing Santander

© Lars Wehrmann

Doch für die Teilnahme bei Olympischen Spielen zählt nicht nur sportliches Können. Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen müssen stimmen und die zu schaffen, kostet gerade beim Segeln richtig Geld. Leider hat sich die Marketingagentur des Deutschen Seglerverbandes „Sailingteam Germany“ 2016 zurückgezogen, was viele Teams vor finanzielle Probleme gestellt hat. Den Wegfall der Werbeeinnahmen können lokalere Klubs nicht auffangen.

Gemeinsam mit Steffen Schneekloth, Vorstand der Kieler Sporthilfe und Präsident von Holstein Kiel gründeten Justus und Max den „Club 49“. Hier kommen Sponsoren mit dem gemeinsamen Segler-Traum von Olympia zusammen, um das Kieler Duo auf dem Weg nach Tokio finanziell zu unterstützen.
Eine klasse Idee finden wir bei KANSAS und freuen uns, dass auch wir nun Teil des Club 49 sind, dessen Name sich übrigens von der Bootsklasse ableitet. Nachdem wir diese zwei sympathischen und hochmotivierten Jungs kennen gelernt haben, waren auch wir vom Olympia Fieber infiziert und es war klar: Dieses Team muss man einfach unterstützen.

Für Justus Schmidt und Max Boehme bedeutet die Club-Gründung eine unglaubliche Erleichterung. Durch die Unterstützung müssen sie sich um die Finanzierung vorerst keine Sorgen mehr machen, sondern können sich auf das konzentrieren, was sie am liebsten machen: segeln, segeln, segeln und sich auf die Spiele vorbereiten.

Wir freuen uns auf spannende Regatten und viele interessante Stories!

Justus Schmidt

Justus Schmidt (© Richard Walch)

350 Segler kämpfen in zehn Klassen um Gold

Seit 1900 ist Segeln olympische Disziplin. Schauplatz der olympischen Regatten 2020 ist wie schon 1964 die Halbinsel Enoshima an der Sagami-Bucht im Süden der Metropolregion Tokio-Yokohama. Für 2020 bestätigte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die zehn Segelklassen, die auch 2016 in Rio de Janeiro am Start waren: Bei den Männern 49er, 470er, Laser Standard, Finn und RS:X-Surfen, bei den Frauen 49er FX, 470er, Laser Radial und RS:X sowie die Mixed-Klasse Nacra 17. Die Anzahl der Teilnehmer wurde im Vergleich zu Rio um 30 auf 350 Segler reduziert. Auch für 2024 wurde Segeln bereits als olympische Disziplin bestätigt.

Max Boehme

Max Boehme (© Richard Walch)