Christophe Desimpelaere – 100% bereit für den Start

Wenn Radrennprofi Bjarne Riis den besten Fahrradmechaniker braucht, ruft er Christophe Desimpelaere an. Christophe ist seit 21 Jahren der Chefmechaniker der World Tour und hatte bereits mehrere Millionen Fahrräder in den Händen.

FAHRRÄDER IM WERT VON MILLIONEN

Christophe Desimpelaere wurde in Belgien geboren. Durch den Radsport aber ist er viel herumgekommen. Zuerst verschlug es ihn als Fahrer nach Lanzarote, wo er seine dänische Freundin traf und Bjarne Riis kennen lernte. Danach kam er nach Dänemark und wurde Mechaniker in Dänemarks erstem Profiteam: Team Home Jack and Jones. Das Team wechselte im Laufe der Jahre mehrmals den Sponsor und seinen Namen (CSC, Saxo Bank, Tinkoff usw.), hielt sich jedoch gut. In den letzten 21 Jahren war Christophe an der Spitze der World Tour mit dabei und stellte Fahrräder für mehrere Millionen Dollar zusammen. Daraus entstand die Erfahrung, die sich in seinem wettergegerbten, gebräunten Gesicht spiegelt und von seinen routinierten Bewegungen um die Fahrräder in der Werkstatt ablesen lässt.

Meine Erfahrung macht es den Fahrern leichter

Diese Erfahrung ist wertvoll, weiß Christophe: "Die Fahrer verlassen sich schneller auf dich, wenn du Erfahrung hast. Es macht es ihnen leichter, einfach das Rad zu nehmen und zu fahren. Wenn die Fahrer den Mechanikern nicht trauen, werden sie unsicher und können nicht volle Leistung bringen. Und als professioneller Fahrer hast du nichts anderes im Kopf, als dein Fahrrad so schnell wie möglich mitzunehmen und es zu fahren!" Christophe lächelt, wenn man ihn bittet, die Rolle der Mechaniker in einem professionellen Radsportteam zu beschreiben: "Die Rolle des Mechanikers ist von zentraler Bedeutung. Man kann nicht ohne Fahrrad fahren und das Fahrrad kann nicht ohne Mechaniker fahren. Und obwohl auch der beste Mechaniker ihnen nicht den Sieg sichern kann, kann ein weniger guter sie verlieren lassen."

Besser gründlich als schnell

In einem Beruf, in dem kleine Fehler das Leben kosten können, sind Gründlichkeit und Konzentration wichtig. Christophe erklärt mit ernster Miene: "Sie fahren schnell. 60-70 km/h im Sprint und 100 km/h die Berge hinunter. Manche möchten nur zeigen, was sie können - und das mit hoher Geschwindigkeit. Gerade dann passieren Fehler, die fatal sein können. Normalerweise wird vergessen, etwas richtig festzuziehen. Ich sage, entspann Dich. Mach es lieber richtig statt schnell. Wir sind Menschen, keine Maschinen, daher ist es wichtig, sich die Zeit zu nehmen, um die Arbeit richtig zu machen. Und das erfordert, dass du zu 100% fokussiert bist. Es bedeutet auch, dass du dein Handy weglegen musst. Es nützt keinem, wenn man im Arbeitsprozess gestört wird.“

EIN HOBBY MIT 250 REISETAGEN

Christophs Blick bekommt eine andere Intensität, immer wenn er mit den Fahrrädern arbeitet. „Unsere Fahrräder sind die Besten der Besten. Carbonbikes für je 12.000 Euro. Mit elektronischer Schaltung und den besten Reifen. Das denke ich, macht auch den Spaß aus. So wie ein Automechaniker lieber an einem Ferrari arbeitet als an einem Fiat. Und es muss auch ein bisschen Hobby und Lebensstil sein, ein Tourmechaniker zu sein. An manchen Tagen arbeitet man zwischen 12 und 16 Stunden. Für 4 aufeinander folgende Wochen. 250 Tage im Jahr ist man auf Reisen. Das kannst du nur, wenn du überzeugt bist, dass es dir auch Spaß macht.“

GEBOREN AUF EINEM FAHRRAD

Es besteht kein Zweifel daran, dass Christophe das Radfahren leidenschaftlich liebt. „Ich bin praktisch auf dem Fahrrad geboren. Mein Großvater war Radfahrer, so wie ich auch. Das hilft eindeutig bei meiner Arbeit. Man hat zum Beispiel ein Gefühl dafür, was es bedeutet, dass der Reifendruck an das Wetter und das Gelände angepasst ist. So ist es von Vorteil, dass die meisten Mechaniker sich auch selbst auf dem Rad bewegen. Man kann gar nicht genug betonen, dass das bloße Interesse an dem Sport nicht genug ist. Man muss dafür brennen, um Fahrräder zu bauen und anzupassen, und diesen Fokus auch während der großen Rennen beizubehalten.“

DIE ARBEITSKLEIDUNG MUSS ZUR JAHRESZEIT PASSEN

Als Chefmechaniker in einem professionellen Radsportteam gehört das Reisen um die Welt zum Alltag. Dies bedeutet, dass die Arbeitskleidung sowohl an das Reiseziel als auch an die Jahreszeit angepasst werden muss. „Die Rennen finden im Herbstmorgen bei Frost und im Sommer bei 35 Grad Mittagshitze statt. Mit einem Arbeitstag von bis zu 16 Stunden und unzähligen Sprüngen aus dem Service-Car während und nach dem Rennen benötigst du Kleidung mit hoher Flexibilität und Komfort.“

"Ein richtiges Mehrlagen-System ist ebenfalls wichtig. Als Mechaniker arbeitet man oft im Freien. Im Frühling ist es morgens und abends kalt aber tagsüber warm, sodass man die Wärme mit nur wenigen Kleidungsschichten regulieren kann. Die Kleidung muss einfach perfekt funktionieren, dann macht es dir nichts aus. Ein bisschen wie das Fahrrad für die Fahrer."

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