IEC 61482-2:2009

Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines Lichtbogens.

Wo die Gefahr von Störlichtbögen besteht (z.B. bei der Wartung von Umspannwerken oder elektrischen Schaltanlagen oder bei der Arbeit an Hochspannungsgeräten), wird empfohlen, dass die Mitarbeiter störlichtbogengeprüfte Arbeitsschutzkleidung tragen.

Welchen Schutz muss Ihre Kleidung im Falle eines Störlichtbogens bieten?

Die Plasmawolke, Flammen, Strahlung und flüssige Metallspritzer von den Elektroden treffen während eines Störlichtbogens auf das Gewebe. Wenn dies passiert, muss die Kleidung eine verlässliche Hitzebarriere bieten, um
Verbrennungen zweiten Grades zur verhindern. Ein leistungsfähiges Gewebe, welches für Störlichtbogen-Schutzkleidung verwendet wird, muss neben einer Hitzebarriere gegen die starke Hitze ebenfalls Schutz vor Flammen und flüssigen Metallspritzern bieten. Die Norm IEC 61482-2 steht für eine Baumusterprüfung der Kleidung. Diese beinhaltet die Prüfmethoden nach EN 61482-1-1 (offener Lichtbogen) und EN 61482-1-2 (Box-Test). Die Prüfung nach EN 61842-2 erfolgt ebenfalls nach mindestens einem der Testmethoden aus der Gewebeprüfung. Unsere nach EN 61482-2 zertifizierte Kleidung wurde sowohl einer Box-Test-Prüfung sowie einem offenen Lichtbogentest unterzogen.

Die Kleidung muss den ganzen Körper bedecken. So müssen beispielsweise Jacke und Hose zusammen mit weiterer persönlicher Schutzausrüstung (PSA), also Helm mit Sichtschutz, Schutzhandschuhen und Schutzstiefeln,
getragen werden, um den erforderlichen Schutz zu gewährleisten. Dabei ist das Tragen mehrerer Lagen sehr wichtig, da dies den Schutz erhöht. Wenn Sie flammhemmende Unterwäsche unter regulärer Flammschutz-Arbeitskleidung tragen, sind Sie wesentlich besser geschützt.